Kletterfelsen im NSG Morgenbachtal

Blick vom Frühstücksplatz ins Rheintal Hakenrisse/Einsame Wand 2+ Mainzer Turm/Rheinseite-Direkte 4 Frankfurter Wand/Sumpfbiber 7-

Die Kletterfelsen

Die Vielzahl der Felsen und Routen haben das Morgenbachtal zu einem begehrten Kletterrevier des Rhein-Main-Ballungsraumes gemacht. Die unterschiedlichen Routen erlauben Anfängern wie Fortgeschrittenen ein weites Betätigungsfeld.

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Übersicht über die Kletterfelsen (vergrößern)            Bild: B. Naujack

Fels-Details:
Frankfurter Wand
Hakenrisse
Herkules
Klüverwand (geschlossen)
Kristallspitze
Lutzplatte
Mainzer Turm
Regensburger Wand
Schinderhannes
Wappenwand

  • Das Felsgutachten im Morgenbachtal wurde durchgeführt. Mängel wurden nicht festgestellt. (05/2008)

    Es bestehem noch folgende Routensperrungen wegen Felssturzgefahr:
  • Mainzer Turm, Bachseite: "Linke Bachkante", "Rechte Bachkante", "Pumplippe"
  • Der Durchgang unter dem Klemmblock zwischen "Mauvais Pas" und "Türmchen"
  • Die Bachtürme sind aus Naturschutzgründen gesperrt.
  • Die Klüverwand bleibt geschlossen, es werden hier zusätzliche Gipsmarken angebracht.

  • Denken Sie immer daran:
  • Die Kletterfelsen befinden sich in einem Naturschutzgebiet!
  • Die Routen Regensburger Wand sollten nur bis zum letzen Haken geklettert werden.
    (nicht aussteigen/umlenken!).
  • Bitte die vorhandenen Wege benutzen!


    Beiträge über das NSG Morgenbachtal und die Kletterfelsen

  • Wegesanierung im Morgenbachtal am 16.9.2006
    von Bernhard Naujack, Sicherheitsbeauftragter
    Pressebericht

    Der Arbeitstrupp auf der neuen Treppe
    Am Samstagmorgen traf sich um 9 Uhr eine Gruppe von 15 motivierten, kräftigen Helfern hauptsächlich der Sektion Mainz am Parkplatz bei den Kletterfelsen im Morgenbachtal. Ziel war es, den arg ramponierten, sehr steilen Steig vom Zugangsweg zum Klettergebiet hinunter zum Mainzer Turm und zur Wappenwand wieder herzurichten und einen Teil davon mit einer Holztreppe zu versehen. Heftige Rutschpartien - vor allem bei Nässe - und wildes Abweichen vom Weg sollen damit dauerhaft ein Ende haben.
    Die erste Hürde, der Transport des Werkzeuges, war rasch genommen und so konnten wir um 9.30 Uhr mit den Arbeiten beginnen. Es kristallisierten sich schnell Arbeitsgruppen heraus, drei an der Treppe selbst, die in die vorbereiteten Rahmen die Stufen einsetzten, eine Gruppe, die weitere Bretter und Kanthölzer zu den Hakenrissen transportierte und zwei Springer mit Motorsäge, die immer dort waren, wo man sie brauchte. Viele der Kletterer, die zu den Felsen kamen, folgten dem Aufruf auf dem Parkplatz und halfen beim Materialtransport. An dieser Stelle auch euch vielen Dank.
    Sehr schnell fand jede Gruppe ihren Rhythmus, so dass wir mit dem eigentlichen Treppenbau bereits um 12 Uhr fertig waren. Die wohlverdiente Suppe gab es dann bei Simone am Parkplatz. Nach der erholsamen Mittagspause wurden die Feinarbeiten an der Treppe erledigt und noch etliche Stufen im Bereich der Wappenwand erneuert. Viele kleine Gefahrenstellen, wie hervorstehende Moniereisen und lose Steine, wurden entfernt bzw. gesichert.
    Um 16 Uhr waren wir alle ziemlich kaputt und froh, soweit gekommen zu sein. Die letzte Herausforderung, der Werkzeugtransport zurück zum Parkplatz (vor allem das Stromaggregat) schafften wir dann gemeinschaftlich auch noch.
    Bei einem Lagerfeuer nahmen wir unsere Belohnung in Form von Wildwürsten, Bier und anderen Leckereien gerne an. Und die wenigen die über Nacht blieben, erlebten noch ein Naturschauspiel (bzw. Hörspiel), die Hirschbrunft im Binger Wald.
    Alles in allem ein gelungener Einsatz, der im nächsten Jahr fortgesetzt werden sollte, denn die Arbeit wird uns nicht ausgehen. Vielen Dank an alle.
    Wir haben ca. 80 lfm. Lärchenbretter, 40 lfm. Kanthölzer 10 Gewindestäbe, 20 Moniereisen und ca. 500 Spaxschrauben verbaut und transportiert. Dazu kommen die vielen Steine und auch Baumstämme, die wir bewegt haben.

    Zur Fotogalerie
    Zum Fotoalbum (Präsentation ggf. auf 10 sec umstellen).

  • Felsgenuss überm Rhein (pdf, 395 kB)
    Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion Bergsteiger und CLIMB!
    (www.climb-magazin.de) 03.2006

  • Tradition im Morgenbachtal: Der "Almabtrieb"
    von H.-P. Skoda

    Schon am frühen Morgen des 23. Oktober 2005 war von Bingen aus eine Gruppe Wanderer gestartet, die auf traditionell begangenem Weg über die Kreuzbachklamm, Forsthaus Heiligkreuz, Schweizerhaus, Aussichtsfelsen oberhalb Burg Reichenstein, Morgenbachtal, Jägerhaus und die Gerhardshöfe ihr Ziel, die Kletterfelsen hoch über dem Morgenbachtal, pünktlich erreicht hatte. Darüber hinaus fanden sich noch viele Sektionsmitglieder, die zu Fuß oder mit dem Auto heraufgekommen waren, an unserem Treffpunkt ein. Um 14:30 Uhr war es dann wieder so weit: Bei herrlicher Nachmittagssonne und herbstbunt gefärbtem, leuchtendem Laubwald begingen wir unseren traditionellen "Almabtrieb": Rückblick, Andacht, Besinnung halten, der verstorbenen Bergkameraden gedenken und den Blick auf das Kommende richten. Dazu sprach der 1. Vorsitzende Karl-Hans Gürlet und für den geistlichen Teil war wie immer unser "Alpenvereinspfarrer" (Pfr.i.R.) Heinrich Fleckenstein aus Goldbach bei Aschaffenburg zuständig. Die Feier wurde, wie nun schon seit einigen Jahren, von den Ockenheimer Alphornbläsern unter Leitung von Hans Reckert musikalisch umrahmt, die Lieder zum Mitsingen hatte Philipp Albert ausgewählt.
    Anschließend ging es - und auch das ist gute Traditon - hinunter nach Trechtingshausen, wobei die Wanderer am Hagelkreuz noch mal einen schönen Ausblick auf die bunten Weinberge genossen. Im "Weißen Roß" wurde dann noch lange gefeiert ...

    Unser Sektionsmitglied Pfr. i.R. Heinrich Fleckenstein, der im Juli 2006 seine 50-jährige Primiz feierte, kann die Bergandacht beim "Almabtrieb" aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr mitgestalten. Darüber wird mancher traurig sein, aber sein Entschluss ist natürlich zu respektieren. Es bleibt uns nur, für seinen viele Jahre währenden Einsatz (und den seiner Mitstreiterinnen aus Goldbach bei Asschaffenburg bzw. aus Gustavsburg), sei es hier im Morgenbachtal, sei es in den Bergen, auch an dieser Stelle ein herzliches "Dankeschön" zu sagen.
    Glücklicherweise hat sich Dominikaner-Pater Georg Menke aus Bad Nauheim, bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen. Vielen von uns ist P. Georg Menke durch sein Mitwirken bei der 100 Jahr-Feier der Kaunergrathütte am 30./31.08.2003 bekannt, wo er zunächst vor der Hütte gemeinsam mit Dekan Paul Grünerbl aus St. Leonhard den feierlichen Teil mitgestaltete und dann am nächsten Morgen in der Pfarrkirche Maria Hilf in Plangeroß den bewegenden Dankgottesdienst mit Pfr. Heinrich Fleckenstein konze-lebrierte. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit P. Georg Menke im Morgenbachtal.

    Dieses Jahr findet der "Almabtrieb" am Sonntag, 22. Oktober 2006, statt. Er beginnt wie alle Jahre um 14:30 Uhr an den Kletterfelsen (Frühstüchsplatz) im Morgenbachtal. Natürlich bietet die Sektion eine Wanderung zu den Kletterfelsen an.

  • Ein Stückchen Hochgebirge mittten in Rhein-Nahe
    Neue Binger Zeitung, 11.05.2005

    Im Mai dieses Jahres berichtete die "Neue Binger Zeitung" in einem ganzseitigen Artikel mit etlichen Fotos über die Kletterfelsen im Morgenbachtal unter dem Titel "Ein Stückchen Hochgebirge mittten in Rhein-Nahe". Die Autorin hatte zuvor an einer Begehung mit Philipp Albert und zwei Fels-Gutachtern des Geologischen Landesamtes (Heinz Nold war verhindert) teilgenommen.
    Der Artikel beschreibt nicht nur die Kletterrouten und ihre Betreuung durch unsere Sektion sowie den großen Felssturz im Jahre 1995 und seine Folgen bezüglich der Sicherheit, sondern er geht auch auf die Geschichte des weithin bekannten Klettergebiets (seit 1984 Naturschutzgebiet) mit folgenden Worten ein:
    "Geklettert wird im Morgenbachtal schon lange, in Aufzeichnungen des Alpenvereins kann man nachlesen, dass bereits vor dem Ersten Weltkrieg‚ leichte Wege mit Sicherung von "oben" gegangen wurden (seit 1912 wird das Gelände von der Mainzer Sektion betreut). In den zwanziger und dreißiger Jahren hat dann die Erschließung "von unten her" begonnen. Ab Mitte der 50er Jahre zogen die Felsen immer mehr Kletterfreunde an, die die verschiedenen Routen im Laufe der Zeit erschlossen."

    Zum Artikel

  • Archivmaterial Morgenbachtal
    Wer Fotos und andere Originalunterlagen zu den Themen "Morgenbachtal", "Apfelwiese", "Sonnwendfeier", "Geplante Hütte Apfelwiese", "Klettern/Ausbildung im Morgenbachtal" und "Almabtrieb" besitzt, möge dies bitte in der Geschäftsstelle abgeben (Aufbau eines Archivs).

  • Konfliktpotential und Lösungsansätze
    Quelle: "Felskonzeption des Landes Rheinland-Pfalz", Landesverband Rheinland-Pfalz des DAV, Okt. 2000

    Das Morgenbachtal wurde 1984 zum Naturschutzgebiet erklärt, das Klettern aber ausdrücklich erlaubt. Der Zugang wurde von "oben" definiert, was eine Beruhigung der unteren Talabschnitte bedeutet. Neue, vom Landesamt für Umweltschutz in Auftrag gegebene Studien haben neue Fragen aufgeworfen. Vor diesem Hintergrund hat sich ein Arbeitskreis gebildet, der versucht ähnlich dem Pfälzer Modell, kontroverse Positionen im Vorfeld zu diskutieren und Regelungen gemeinsam festzuschreiben.
    Größere Nutzungsbeschränkungen kamen durch ein geologisches Ereignis zustande. Im Februar 1995 brach in der Klüverwand ein größeres Wandteil heraus. Aufgrund eines ersten Gutachtens der Geologischen Landesanstalt Rheinland-Pfalz verbot die zuständige Ortsgemeinde Trechtingshausen das Klettern. In einem weiteren Gutachten, einer auf Berguntersuchungen spezialisierten Firma, wurde festgestellt, dass die Felsteile auf rauhem Untergrund gelagert sind. Bewegungen erfolgen langsam, Felsstürze sind voraussehbar. Es ist eine jährliche Sicherheitsprüfung unter Beteiligung eines Gutachters durchzuführen. Aufgrund eines zweiten Gutachtens wurde das Klettern wieder erlaubt.

    Die Betreuung des Morgenbachtales erfolgt durch die Sektion Mainz des Deutschen Alpenvereins, die mit der Ortsgemeinde Trechtingshausen einen Nutzungsvertrag abgeschlossen hat. Hierzu gehören auch die Bestellung eines Sicherheitsbeauftragten und der Abschluss einer Haftpflichtversicherung zur Deckung von Schäden durch Verletzung der Verkehrssicherungspflicht, welche der Sektion obliegt.

    Durch den vordefinierten Zustieg in das Klettergebiet gibt es an einigen steilen Stellen deutliche Tritt- und auch Erosionsschäden. Diese wurden in den letzten Jahren mittels mehrerer Umweltbaustellen abgemildert. Durch Stufenbau mittels natürlicher Materialien wurde in Kooperation mit dem Forst der Zustieg stabilisiert.

  • Weitere Infos zur Region: www.loreleyinfo.de


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